Ahnen- und Familienforschung


Richard Häuser
* 1913 Wiesbaden
+ 1993 Mainz
Bronzegießer
Begründer der
Häuserschen
Familienforschung
Christoph Hepp
Linie Sprendlingen
1827 - 1900
Metzgermeister
Stammvater der
Trierer Seitenlinie
der Hepps

 
 
Namensableitung

  Der Name Häuser (auch Hauser, Haußer, Heuser, Huser) kann einmal als ortsbezogener Familienname gedeutet werden und leitet sich dann von Hausen oder -hausen ab. Der Ortsname Hausen kommt heute in der BRD laut Postleitzahlenbuch 60x vor, und zwar in Süddeutschland im PLZ-Bereich 6 bis 9. Nur drei Orte liegen im PLZ-Bereich 3. Es handelt sich bei allen um kleinere Gemeinden, die keine PLZ-Aufteilung nach Straßen haben. Im niederrheinischen und niederländischen Gebiet finden sich die Namensformen Hüser, Huiser oder Huyser. Zugrunde liegt hier das mittelhochdeutsche hius, daraus wurde hus und daraus Haus. Hier käme auch die Ableitung des Familiennamens von mhd. hiusaere > husaere = Hausbesitzer infrage.

    Eine andere Wurzel verdient auch der Erwähnung: das mhd. hiuze = frech, munter. Aus iu bildete sich durch Lautverschiebung ü und daraus die Doppellaute eu und äu. Davon sind ableitbar die Namen Heußer und Häußer.

Verbreitung

    Zur Zeit taucht der Name Häuser etwa 45 mal im Wiesbadener Telefonbuch auf. Berücksichtigt man, daß der Name der Familie in Rambacher Kirchen- büchern auch Heußer und Häußer, in Wiesbaden auch einmal Heuser geschrieben wird, so kommt man im Wiesbadener Telefonbuch heute auf etwa 120 Einträge insgesamt (40x Heuser, 18x Häußer/Häusser, 14x Heußer/Heusser  und 45x Häuser). Berücksichtigt  man die 20x „Hauser“ in diesem Buch noch, so sind es 140 Einträge. 
    Zum Vergleich: Häuser-Einträge: 
    Frankfurt/M (650.000   Einw.): ca. 25
    Berlin           ( 3,4 Mio. Einw.): ca. 25 
    München      ( 1,3 Mio. Einw.): ca. 33 
   Wiesbaden    ( 260.000 Einw.): ca  45 
    Laut Halbert´s Family Heritage  Bath, Ohio 1993 kommt der Name „Häuser“ am häufigsten in Hessen vor. Und in Hessen am häufigsten in Wiesbaden  (s.o.).

Im Ausland finden wir die meisten Häusers in den USA, danach mit Abstand in Österreich und der Schweiz. 

Die lückenlose Stammreihe beginnt mit 
Johann Georg Heußer, Schneider und Schultheiß, geb. etwa 1644 in (Wiesbaden-) Sonnenberg, gestorben in (Wiesbaden-) Rambach am 5.9.1716.

 Namensableitung

   Der Name Hepp ist einmal der Übername des Berufs des Winzers, abgeleitet von mhd. hepe = Messer der Winzer (vgl. Hippe). Die etwa 40 Linien der Hepps führen alle die Hippe (Sichel) im Familienwappen.
   Zum anderen gibt es zu mhd. had(h)u = Kampf den Namen Had(h)ubald; die Kurzform dazu ist Habo, Happo, Heippo, Heppo, Heppe, Hepe, Hepp. Dazu ist auch die Form ohne anlautendes "H" gebräuchlich; Eppo, Eipo,

Verbreitung

  In Heppendorf (Rheinland) wohnte im 13. Jh. ein Geschlecht Hepp. Diese Hepps waren Vögte von Köln und von 1221 bis 1229 Herren von Rheydt. Ein anderes Landadelsgeschlecht ist in Rheinberg (Rheinland) im 11. Jh. nachgewiesen. Im 13. und 14. Jh. war ein Geschlecht Hepp in der Eschweger Gegend ansäßig. Aus dem Jahre 1414 existiert im Marburger Staatsarchiv der "Hepp´sche Urfehdebrief" an den Landgrafen von Hessen.
   Die verschiedenen Linien der Hepps waren ursprünglich am Mittel- und Oberrhein ansäßig, also in fränkischem Siedlungsgebiet. Von der Linie Sprendlingen/Rheinhessen  ist erstmals ein Hepp als Zeuge vor Gericht in Zotzenheim (bei Sprendlingen) im Jahre 1441 urkundlich erwähnt.
   Stammvater der Linie Sprendlingen  ist Diebold Hepp, geboren um 1520, gestorben am 18.6.1594 in Sprendlingen. Zwei seiner Nachfahren waren badische Vögte in Sprendlingen: Petrus Hepp (1635-1699) und dessen Sohn Johann Weymar Hepp (1661-1737).
   Von Sprendlingen aus verbreiten sich die Sprendlinger Hepps außer in Deutschland in den Niederlanden und Nord- sowie Südamerika. Die Vorfahren von Christoph Hepp (s. Bild oben) zogen von Sprendlingen über Medard/Glan nach Birkenfeld (Südhunsrück).

 

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